Seit dem 1. Januar 2020 gilt in der Schweiz eine strengere Registrierpflicht für Unternehmen und Selbstständige, die mit Kunden aus dem EU-/EFTA-Raum Geschäfte abschließen. Die neuen Regeln des Declarations of Imported Goods (DECIH)-Verfahrens sind nicht nur ein formales Pflichtenheft, sondern auch ein entscheidender Schritt zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung und illegalem Handel. Besonders betroffen sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die oft nicht über das notwendige Know-how verfügen, um die neuen Anforderungen zu erfüllen. Doch wer genau betroffen ist und wie man die Registrierung korrekt durchführt, bleibt für viele noch ein Rätsel.

Die DECIH-Registrierung ist ein zentraler Bestandteil des EU-weiten Informationsaustauschs zwischen den Mitgliedstaaten. Unternehmen müssen ihre Waren im Rahmen der Lieferketten transparent machen, um die Einhaltung der Handelsvorschriften zu gewährleisten. Besonders relevant ist dies für Importeure, die Waren aus Drittländern in die Schweiz bringen – doch auch Exporteure und Händler mit EU-Kunden müssen sich einstellen. Die Pflichten sind klar definiert, doch die Umsetzung erfordert präzise Dokumentation und oft auch eine Anpassung der internen Prozesse.

Wer die Registrierung verpasst, riskiert nicht nur rechtliche Konsequenzen, sondern auch den Verlust von Vertrauen bei Kunden und Partnern. Die Schweizer Finanzverwaltung hat bereits angekündigt, die Kontrolle auf die Einhaltung der DECIH-Vorschriften zu verstärken. Unternehmen, die sich nicht registrieren lassen, könnten mit Bußgeldern oder sogar der Einstellung ihrer Geschäfte mit EU-Kunden konfrontiert werden. national registrierung starten – wer jetzt handelt, vermeidet nicht nur Strafen, sondern sichert sich auch langfristig einen fairen Wettbewerbsvorteil.

Wer ist von der DECIH-Registrierung betroffen?

Die Pflicht zur DECIH-Registrierung trifft vor allem Unternehmen, die Waren aus Drittländern in die Schweiz importieren oder Waren an EU-Kunden liefern. Dazu gehören:

  • Importeure, die Waren aus Ländern wie den USA, China oder dem Nahen Osten in die Schweiz bringen.
  • Händler, die Waren aus dem EU-Raum in die Schweiz versenden, aber gleichzeitig auch aus Drittländern importieren.
  • Unternehmen, die Dienstleistungen an EU-Kunden anbieten, insbesondere wenn diese mit Warenlieferungen verbunden sind.
  • Selbstständige und Freiberufler, die Waren aus dem Ausland in den Verkauf bringen.
  • Unternehmen, die bereits über eine bestehende Registrierung bei der Finanzverwaltung verfügen, müssen diese aktualisieren.
  • Firmen, die bereits über ein automatisiertes System zur Dokumentation verfügen, können die Registrierung vereinfachen.

Die Schritte zur korrekten Registrierung

Die Registrierung bei der DECIH-Registrierung ist relativ einfach, erfordert aber eine klare Vorbereitung. Zunächst muss das Unternehmen prüfen, ob es tatsächlich betroffen ist. Wer sich registrieren lassen will, muss sich auf der offiziellen Website der Finanzverwaltung registrieren und die notwendigen Unterlagen bereitstellen. Dazu gehören:

Ein gültiger Unternehmensname und -sitz, eine Steuernummer und eine Adresse, die im Handelsregister eingetragen ist. Für Selbstständige reicht oft eine einfache Bestätigung der Geschäftstätigkeit. Die Registrierung selbst dauert in der Regel nur wenige Minuten, doch die Vorbereitung der Unterlagen kann je nach Unternehmensgröße einige Tage dauern. Wichtig ist, dass alle Angaben korrekt und aktuell sind, um spätere Probleme zu vermeiden.

Die Folgen des Nicht-Einhaltens: Was droht?

Wer sich nicht an die DECIH-Registrierung hält, riskiert nicht nur rechtliche Konsequenzen, sondern auch wirtschaftliche Nachteile. Die Schweizer Finanzverwaltung hat bereits angekündigt, die Kontrolle auf die Einhaltung der Vorschriften zu verstärken. Unternehmen, die sich nicht registrieren lassen, könnten mit Bußgeldern von bis zu 100.000 Franken konfrontiert werden. In schweren Fällen drohen sogar die Einstellung der Geschäfte mit EU-Kunden oder sogar die Schließung des Unternehmens.

Doch die Folgen gehen weiter: Kunden und Partner könnten sich von Unternehmen distanzieren, die nicht transparent handeln. Dies kann den Ruf des Unternehmens schädigen und langfristig zu einem Verlust von Geschäftschancen führen. Besonders betroffen sind KMU, die oft auf enge Kundenbeziehungen angewiesen sind. Wer also jetzt handelt, sichert nicht nur sich selbst, sondern auch seine Kunden vor möglichen Problemen.