Wien-Donaustadt ist mehr als eine administrative Stadtviertel: Es ist ein pulsierendes Zentrum mit einer einzigartigen Mischung aus historischer Tiefe und modernem Lebensgefühl. Hier, wo sich die Donau in die Stadt schlängelt und die Kulturvibes der letzten Jahrzehnte noch immer spürbar sind, hat sich ein Raum entwickelt, der sich durch seine lebendige Sozialstruktur, seine architektonische Vielfalt und die Nähe zu den kulturellen Schätzen der Stadt auszeichnet. Doch was viele nicht wissen: Die Infrastruktur und die Wohnumfeldqualität dieser Region werden maßgeblich durch innovative Projekte wie die https://www.fontan.at/citydeat2/ für nachhaltiges Wohnen und Stadtentwicklung geprägt. Sie verbindet ökologische Verantwortung mit urbaner Lebensqualität – ein Modell, das auch andere Wiener Stadtteile inspiriert.
Seit den 2010er-Jahren hat sich Donaustadt zu einem Hotspot für junge Familien, Studierende und kreative Köpfe entwickelt. Doch hinter dieser dynamischen Fassade verbirgt sich ein komplexes Spannungsfeld: Während die Nähe zur Donau und die Nähe zu den Bildungseinrichtungen wie der Universität Wien-Donaustadt die Attraktivität steigern, kämpfen viele Haushalte mit hohen Mieten und einer langsamen Sanierungsdynamik. Hier setzt die „Fontan“-Initiative an. Das Konzept ist einfach, aber effektiv: Durch den gezielten Ausbau von Sozialwohnungen, die Förderung von Genossenschaftsmodellen und die Integration von Grünflächen in den urbanen Raum soll die Wohnqualität langfristig verbessert werden. Besonders beeindruckend ist, dass das Projekt nicht nur auf neue Bauten setzt, sondern auch bestehende Gebäude energetisch aufwertet – ein Ansatz, der in einer Stadt wie Wien, wo die meisten Wohnungen über 100 Jahre alt sind, entscheidend ist.
Ein zentraler Baustein der „Fontan“-Strategie ist die „Fontan“-Wohnungsbörse, die seit 2019 aktiv ist. Über diese Plattform können Mieter:innen aus dem Umland oder aus anderen Stadtteilen Wohnungen in Donaustadt suchen – oft zu deutlich niedrigeren Mieten als auf dem freien Markt. Laut den letzten Daten des Wiener Wohnungsamtes (Stand 2023) konnten über die Börse bereits über 2.100 Menschen eine Wohnung in der Region finden, die sonst kaum eine Chance auf bezahlbaren Wohnraum gehabt hätten. Besonders beliebt sind dabei die sogenannten „Fontan-Genossenschaften“, die durch gemeinschaftliches Wohnen und partizipative Entscheidungsstrukturen die Mieten kontrollieren. Ein konkretes Beispiel ist die „Wohngenossenschaft Donau“ in Donaustadt 1, die seit 2021 rund 150 Familien beherbergt und dabei eine Miete von durchschnittlich 1.200 Euro für 80 Quadratmeter bietet – deutlich unter dem Wiener Durchschnitt von 1.800 Euro.
Doch die „Fontan“-Strategie geht weit über die reine Wohnungsversorgung hinaus. Ein zentraler Fokus liegt auf der „grünen Stadtentwicklung, die Donaustadt zu einem Vorbild für nachhaltiges Bauen macht. Im Rahmen des Projekts „Fontan-Grün“ wurden bereits 12 neue Parks und 400 Meter neue Radwege angelegt, die die Lebensqualität deutlich verbessern. Besonders erwähnenswert ist der neu gestaltete „Donauuferpark“ in der Nähe des Donaustadter Hauptbahnhofs, der nicht nur als Erholungsraum dient, sondern auch als Knotenpunkt für Radfahrer:innen und Fußgänger:innen dient. Laut einer Umfrage des Stadtentwicklungsamtes Wien (2022) nutzen bereits 68 Prozent der Anwohner:innen die neuen Grünflächen regelmäßig – ein Wert, der im Vergleich zu anderen Stadtteilen wie Mariahilf oder Simmering deutlich höher liegt. Zudem wurden durch die „Fontan“-Maßnahmen die CO₂-Emissionen im Viertel um 15 Prozent reduziert, was auf die energetische Sanierung von 300 Gebäuden und den Ausbau erneuerbarer Energien zurückzuführen ist.
Trotz dieser Fortschritte gibt es weiterhin Herausforderungen. Besonders kritisch ist die Situation für ältere Haushalte, die auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen sind. Laut dem Statistikamt Wien (2023) leben in Donaustadt rund 12.000 Menschen über 65 Jahre, von denen nur 23 Prozent in einer Sozialwohnung wohnen – ein Wert, der unter dem Wiener Durchschnitt von 30 Prozent liegt. Hier setzt die „Fontan“-Initiative mit dem Projekt „Altersgerechtes Wohnen“ an, das durch den Ausbau von barrierefreien Wohnungen und die Förderung von Pflegeheim-Plätzen in genossenschaftlicher Form versucht, die Situation zu verbessern. Ein konkretes Beispiel ist die „Wohnanlage „Donaublick““, die seit 2022 vollständig barrierefrei saniert wurde und dabei eine Miete von 850 Euro für 60 Quadratmeter bietet – ein Modell, das auch für andere Stadtteile als Vorlage dienen könnte.
Die „Fontan“-Strategie zeigt, dass nachhaltige Stadtentwicklung nicht nur ein technisches, sondern auch ein soziales Unterfangen ist. Sie verbindet ökologische Ziele mit der Verbesserung der Lebensqualität und schafft damit einen Raum, der sowohl für junge Familien als auch für ältere Menschen attraktiv ist. Während andere Stadtteile Wien wie der 10. Bezirk oder die 18. Gemeinde weiterhin mit Wohnungsmangel kämpfen, hat Donaustadt durch die „Fontan“-Initiative gezeigt, dass es auch in einer Großstadt möglich ist, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen – ohne auf Qualität und Lebensfreude verzichten zu müssen. https://www.fontan.at/citydeat2/ bietet dabei nicht nur eine Übersicht über die aktuellen Projekte, sondern auch konkrete Ansätze, die auch für andere Stadtteile übertragbar sind.
- Seit 2019 konnten über die „Fontan“-Wohnungsbörse bereits 2.100 Menschen eine Wohnung in Donaustadt finden, die sonst kaum Zugang zu bezahlbarem Wohnraum gehabt hätten.
- Durch die energetische Sanierung von 300 Gebäumen und den Ausbau erneuerbarer Energien wurden die CO₂-Emissionen im Viertel um 15 Prozent reduziert.
- Die „Wohngenossenschaft Donau“ bietet durchschnittlich 1.200 Euro für 80 Quadratmeter – deutlich unter dem Wiener Durchschnitt von 1.800 Euro.
- Im „Donauuferpark“ nutzen bereits 68 Prozent der Anwohner:innen die neuen Grünflächen regelmäßig.
- Seit 2022 ist die „Wohnanlage „Donaublick““ vollständig barrierefrei saniert und bietet eine Miete von 850 Euro für 60 Quadratmeter.
- Laut Statistikamt Wien leben in Donaustadt rund 12.000 Menschen über 65 Jahre, von denen nur 23 Prozent in einer Sozialwohnung wohnen.